Sonntag, 12. Februar 2012

MemMini No. 03
Locken

Als ich ein Kind war ...

flochten die Frauen ihr Haar zu Zöpfen.
Legten sich Kränze um den Kopf.
Haare lösen, Haare bürsten schenkte Augenblicke um durchzuatmen.

Später wurden Locken modern. Kurze Locken, lange Locken.
Aber öfter als einmal im Jahr
reichte das Geld meistens nicht für den Friseur.
Zum Dauerwellen wellen.
Deshalb schliefen die Frauen so manche Nacht auf Lockenwicklern. Aus Metall!
Denn Trockenhauben gab es nur beim Friseur. Einmal im Jahr.

Doch wollten sie schön sein. Zwischen Arbeit und Sorgen.
Wollten das Glück anlocken. Mit ihren Locken.

© evelyne w.

 

Kommentare:

  1. Klasse Lintschi. Genau so war es. Deine Gedichte sind richtig ansprechend. "Respekt".
    Lieben Dank und lg
    Fini

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    1. respekt brauchts dafür keinen, bitte.
      es macht viel freude. und deine begeisterung ebenfalls.
      danke dafür!

      lg lintschi

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  2. Aja. Dieses Wort Respekt ist so ein anerzogenes Wort und zog sich beinahe durch mein ganzes Leben durch. Es ist aber nicht negativ gemeint und gehört trotzdem nicht zum alltäglichen Wortaustausch. Eher will man damit zum Ausdruck bringen, dass es etwas außergewöhnliches ist, wofür man Respekt zollt.
    Ich werde lernen, es mir abzugewöhnen.:-)
    Deine vielen Ideen zum Thema faszinieren mich. Ja. Das klingt für Dich sicher besser, gell und kommt ebenso ehrlich aus dem Herzen.
    Lg
    Fini

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  3. ja, das klingt für mich besser ...
    *lächelt*
    die lintschi

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